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Schlafstörungen und die Auswirkungen

Sämtliche Formen von Schlafstörungen bedeuten automatisch Schlafmangel. Die Ursachen können sowohl in körperlichen wie auch psychischen Problemen zu finden sein. Diese Palette ist riesig gross. Private oder geschäftliche Probleme, der Verlust einer nahestehenden Person, Depressionen, um nur einige zu nennen. Unter den körperlichen Verursachern können chronische Schmerzen zu Schlafstörungen führen und ganz weit oben in dieser Skala sind auch „Schnarcher“ angesiedelt die sich mit dieser Problematik auseinander setzen müssen.

Das Schlafverhalten der Menschen hat sich etwas geändert. Verantwortlich dafür ist das enorme Freizeitangebot. Die TV Kanäle sind 24 Stunden auf Sendung, die Ausgehmöglichkeiten sind wesentlich mehr und attraktiver geworden. Discos, Kinos, Nachtclubs, Kneipen die 24 Stunden auf haben. Lag der Durchschnitt von Schlafzeiten für die meisten Menschen in den 60er Jahren bei noch rund 8 Stunden, hat sich dieser Durchschnitt auf 7 oder noch weniger Stunden Schlaf pro Nacht gesenkt. Natürlich gab es und gibt es immer Ausnahmen, also Leute die mit weniger Schlaf auskommen. Dazu zählen vorwiegen Intellektuelle, Musiker, Künstler und natürlich auch Politiker, wobei denen nachgesagt wird, sie können während der Arbeitszeit ja genug schlafen…

Neurologen sind sich einig: Zu wenig Schlaf über längere Zeit schadet der Gesundheit und zwar weit mehr, wie bisher allgemein angenommen wurde. Körperliche Leistungseinbussen, wie auch Konzentrationsschwächen, der Verlust der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit sind die ersten erkennbaren Symptome. Diese Symptome kann jedermann an sich selbst feststellen. Wird dies bewusst wahrgenommen, sollte man mal über die Bücher gehen und prüfen ob der eigene Körper auch wirklich genug ruhigen Schlaf bekommt, wenn nicht ist Gegensteuer geben angesagt. Gesundheit ist nicht käuflich. Etwas kürzer treten macht oft Sinn, auch wenn mal der eine oder andere Euro verloren geht.

Wer sich über viele Jahre zu wenig Schlaf gönnt, oder wegen Schlafstörungen zu wenig Schlaf bekommt, muss mit ernsthafteren Beschwerden rechnen. Laut neusten Studien und auch mit Tierversuchen wurde festgestellt, dass besonders das Gehirn unter zu wenig Schlaf grösseren Schaden nehmen kann. Die Denkfähigkeit kann nachlassen, Die Konzentrationszeiten werden immer kürzer, und kann ich Extremfall zu einer frühzeitigen Demenz führen.

Jugendliche können einen Schlafmangel körperlich meistens noch relativ gut wegstecken. Schulische Leistungen können jedoch rapide abnehmen, die Aufnahmefähigkeit wird massgeblich beeinträchtigt. Forscher haben nachgewiesen, dass im Schlaf der tagsüber gelernter Stoff vom Gehirn nochmals überarbeitet und quasi wie abgespeichert wird. Davon merkt der Schüler natürlich nichts. Er weiss nur, er heute die Hälfte von dem vergessen, was er gestern gelernt hat. Dass dafür zu wenig Schlaf mitverantwortlich sein kann, weiss der Schüler natürlich genau so wenig.

Wissenschaftler sind sich einig: Ein ruhiger ungestörter Schlaf ist genauso wichtig wie eine ausgewogene Nahrungsaufnahme um Körper und Gehirn die je länger je mehr geforderten Höchstleistungen bringen zu lassen.

Ein unsinniger Trend macht zurzeit die Runde. Angeblich sollen 20 Minuten Mittagsschlaf zwei Stunden regulären Schlaf ersetzen können. Dass dies absoluter Blödsinn ist wurde mit Versuchen nachgewiesen. Die Versuchsteilnehmer sollen nach einem 20 Minuten-Schlaf jeweils kaum mehr wach zu bekommen gewesen sein, weil halt pro Tag 2 Stunden Schlaf gefehlt haben.
Die Wissenschaft gibt auch zu bedenken, wer langfristig immer zu wenig schläft das Risiko steigert Herz und Kreislaufprobleme zu bekommen, ebenso soll der ganze Stoffwechsel beeinträchtigt werden.
Ein ruhiger ungestörter Schlaf vollbringt keine Wunder, aber die Chancen lange gesund und vital zu bleiben werden wesentlich erhöht.